Saisonrückblick und Vorschau

Nach einem Jahr Abstinenz gab es endlich wieder Stadtoberligafußball mit Sachsenwerker Beteiligung. Der Kader konnte größtenteils zusammengehalten werden. Einzig der Abgang von Toptorschütze Johmani musste kompensiert werden.

Nach einer guten Vorbereitung folgte aber schnell die große Ernüchterung. Die Werkself verabschiedete sich beim 0:3 in Radebeul bereits frühzeitig aus dem Pokal und auch die Ausbeute der ersten vier Punktspiele tendierte gegen Null. Zumindest bei den zwei Heimniederlagen gegen Laubegast II (1:2) und Aufstiegskandidaten Borea (2:3)  konnte das eigene Potenzial abgerufen werden. Hingegen waren die zwei Auswärtspleiten bei Rotation und Loschwitz (jeweils 0:2) eher trostlos. Deshalb kam der erlösende erste Sieg in Radeberg (3:1) auch sehr überraschend. In einer ereignisreichen Partie mit zwei Strafstößen und gleich vier Platzverweisen behielten die Jungs die Nerven und belohnten sich mit den ersten drei Zählern der Saison. Als auch gegen Löbtau (1:0) die volle Ausbeute erzielt werden konnte, schien die Werkself nun endgültig in der neuen Saison angekommen zu sein. Das bestätigte auch das überragende 0:0 beim späteren Meister in Striesen sowie die Siege gegen Trachenberge (2:0), Post (4:0), Sportfreunde (1:0) und das zwischenzeitliche Remis in Hellerau (2:2). Die tolle Serie von 17 Punkten aus 7 Spielen machte sich natürlich auch in der Tabelle bemerkbar und die Hoffnung auf eine entspannte Saison ohne Abstiegskampf wurde größer. Doch in der kalten Jahreszeit machte sich eine kleine Winterdepression breit. Das 0:4 in Cossebaude konnte noch als kurzzeitiger Ausrutscher durchgehen, aber als anschließend noch teilweise unglücklich bzw. unnötig gegen die Süd/West (2:3), Laubegast (0:0) und Rotation (0:1) fast sämtliche Punkte liegen gelassen wurden, sah man sich an der Bodenbacher Straße wieder mit  der knallharten Realität, Abstiegskampf, konfrontiert.

Mit dem ersten Frühlingserwachen rollte auch der Ball in der Stadtoberliga wieder. Zum Jahresauftakt hätte es sicherlich angenehmere Aufgaben gegeben, als beim Tabellenzweiten Borea antreten zu müssen. Doch die Elf von Trainer Fischer schlug sich trotz einer schwierigen Vorbereitung achtbar und konnte immerhin einen Zähler beim 1:1 aus dem Jägerpark entführen. Der nachfolgende Sieg gegen Loschwitz (3:1) war im Rückblick immens wichtig, da die anschließenden Partien gegen Radeberg (1:2), Löbtau (0:3) und Striesen (0:2) alle samt verloren gingen und das Feld im unteren Tabellendrittel eng zusammen rutschte. Deshalb war die Begegnung gegen das abgeschlagene Schlusslicht Trachenberge richtungsweisend. Mit dem überzeugenden 6:0 und dem 2:2 gegen Hellerau verschaffte sich die Werkself wieder ein kleines Polster, sodass der klasse Auftritt bei der Post (4:0) frühzeitig den Ligaverbleib sicherte. Die Saison bog auf die Zielgerade ein und Sachsenwerker hatten aber noch so richtig Lust. Für Sportfreunde (3:2), Cossebaude (2:0) und Süd/West (4:3)  gab es keine Geschenke und so schloss die Werkself Ihre beste Stadtoberliga Saison mit 38 Punkten auf den 7. Platz ab.

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass die Saison der Werkself von „Läufen“ positiv wie negativ geprägt war. Dennoch war es für den Aufsteiger eine starke Spielzeit. Vor allem das sich die Sachsenwerker gerade von den Negativtrends jeweils am Beginn der Halbserien herausarbeiteten, war beeindruckend.

Noch ein paar kleine Fakten aus der Statistikabteilung:

-   Mit 38 Punkte und 44 erzielten Toren verbesserte die Werkself die vereinseigenen Bestmarken von 13/14 und 14/15 mit jeweils 33 Punkten sowie von 12/13 mit 40 erzielten Toren
-    Janos Römgens wurde mannschaftsintern mit 17 Treffern bester Torschütze (Liga Platz 4), davon 14 Treffer in der Rückrunde (Liga Platz 1), zur Belohnung gab es einen Platz in der Fupa Elf des Jahres
-   Arnhold, Fischer und Herrmann kamen in allen 26 Saisonspielen zum Einsatz, wobei die beiden erstgenannten sogar die vollen 2340 Minuten auf dem Platz standen
-   Alle weiteren Daten können hier entnommen unter folgendem Link http://www.fupa.net/teams/sv-sachsenwerk-dresden-357504/statistik.html

Saison 2017/2018

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt am 06.07. Bislang stehen folgende Testspiele fest:

Sa. 15.07.    (H)    15:00     FV Löbtauer Kickers (SL B)  7:2
Sa. 22.07.    (H)    11:00    SG Motor Wilsdruff (LK Mitte)  1:1
Sa. 29.07    (H)    15:00    SV Chemie Dohna (KOL)  3:1

Zugänge: Tarik Johmani (SV Loschwitz)
Abgänge: Sebastian Wolf (Karrierepause)