Geschichte

„Höher - Schneller - Weiter“ – Die Gründung

Obwohl es Ende der 40’er Jahre Trend war, sich in der Freizeit sportlich zu betätigen, musste man viel Mut aufbringen, um eine Sportgemeinschaft zu gründen.

Vier Männer hatten diese Entschlossenheit. Und somit begann am 5. Oktober 1948 die Geschichte des Vereins, als aus der Arbeitersportbewegung „Eintracht Leuben“ die „Betriebssportgemeinschaft Motor Dresden-Niedersedlitz“ wurde.

Die Initiatoren waren Walter Eibig, Helmut Willer, Alfred Wildbrett und Walter Wiecha.

Anfangs wurde in den vier Sektionen Handball, Fußball, Schach und Tischtennis Freizeitsport betrieben.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die neue Sportgemeinschaft immer erfolgreicher, nahmen die Sportlerinnen und Sportler an zahlreichen Wettkämpfen im In- und Ausland, bei Spartakiaden auf Stadt-,  Bezirks- und DDR-Ebene teil. Häufig kehrten sie mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen zurück.

 

Die stetige Entwicklung

Bis 1989 wuchs die Mitgliederzahl im Verein stetig an und es mussten aufgrund der Größe entsprechende Strukturen geschaffen werden.

Helmut Willer wurde zum ersten Vorsitzenden der BSG Motor Dresden Niedersedlitz.

Mit der weiteren Entwicklung der Sektionen, steigender Mitgliederanzahl und Übernahme von neuen Sportstätten wurden weitere Mitarbeiter eingestellt.

1968 übernahm Rolf Rechenberg die Leitung.

1548 Mitglieder in 11 Sektionen zählte der Verein im vorgenannten Jahr. Sportlicher Höhepunkt des Jahres 1968 war der Gewinn des Weltmeistertitels im Kegeln (DDR-Nationalmannschaft} durch die Sportfreunde Luther und Beyer.

Weitere Erfolge folgten, so die drei DDR-Meistertitel im Rudern im Jahr 1974 sowie weitere Meistertitel im Kreis-, Bezirks- und DDR-Maßstab.

1978 folgte die Umbenennung zur" Betriebssportgemeinschaft Sachsenwerk". Zusätzlich wurden Ursula Lux für die Finanz- und Sekretariatsarbeit und Annerose Schmidt für die Sektionsarbeit und Organisationsfragen eingestellt. Denn bis 1987 fanden regelmäßig in Geising und auf dem Sportplätz Bodenbacher Straße Sommer- und Wintersportfeste für die Mitarbeiter des VEB Sachsenwerks statt.

Im Jahr 1988 wurde Detlef Dominick Vorsitzender des Vereins.

Die Wende 1989

Dieses Jahr hatte für die BSG gravierende Folgen. Der hauptamtliche Bereich wurde komplett aufgelöst. Vorstand Detlef Dominick erhielt die Aufgabe, alle Sportobjekte und Sportstätten abzuwickeln und der Stadt zu übergeben. Die Leitung des Kombinats forderte des Weiteren den Verkauf aller beweglichen Sportmaterialien wie Ruder- oder Segelboote.

Glücklicherweise konnte diese Forderung nach intensiven Verhandlungen abgewendet werden. Entsprechend dem Vereinigungsgesetz wurden alle Sportstätten der BSG Sachsenwerk der Stadt Dresden zurückgegeben - ein Großteil der Sektionen stellte Anträge zur Übernahme.

So kam es, dass sich 1990 selbstständige Ruder-, Segel-, Ski-Langlauf- und Ski-Alpin-Vereine bildeten. Andere Sektionen wie etwa Boxen, Faustball und Schwimmen lösten sich auf und wieder andere, z. B. Schach, Kegeln und Bowling, schlossen sich anderen Vereinen an.

Der Neubeginn

Eine kleine Anzahl von Sportfreunden strebte nach Abgabe der Sektionen eine Neugründung des Vereins an. So erfolgte am 14. September 1990, unter der laufenden Nummer 1/316 des Vereinsregisters des Kreisgerichtes Dresden, die Eintragung des "Sportverein Sachsenwerk Dresden e. V.". Es wurden eine neue Satzung sowie eine Geschäfts- und Finanzordnung beschlossen und die Abteilungen Fußball, Judo, Leichtathletik, Tischtennis, Turnen und Volleyball gegründet. Mit 280 Sportlerinnen und Sportlern begann die neue Ära.

Heute

In den zurückliegenden Jahren konnte sich der Sportverein etablieren und zählt heute 430 Mitglieder, davon 200 Kinder und Jugendliche und 32 Übungsleiter, 15 Schieds- und Kampfrichter.

Die Abteilungen Leichtathletik und Volleyball lösten sich auf. Dafür wurde im Jahr 2006 die Sportart Tamburello in den Verein aufgenommen.

Die Leitung, bestehend aus Petra Dense, Regina Becker, Hans-Georg Gebauer, Ringo Sobiella, Heiko Schöne, Helmut Farrak, Dietmar Hänsch, Bernd Scholz, Detlef Dominick und Roland Wagner, besteht seit der Gründung und ist neben den Vorstandstätigkeiten in den verschiedensten Abteilungen tätig. Im Mittelpunkt der Vereinstätigkeit stehen neben den sportlichen Leistungen, der Spaß und die Freude an Bewegung.

Sportsektionen im Überblick

1948

Fußball
 
SV Sachsenwerk
 
1948
 
Tischtennis

SV Sachsenwerk

1948
 
Schach

Anschluss

1949

Faustball

aufgelöst

1949
 
Judo

SV Sachsenwerk

1949

Ski-Alpine Dresden

 
1949

Kegeln / Bowling

Anschluss

1949

Deutscher Wander-, Bergsteiger- und Orientierungslauf

aufgelöst

1949

Leichtathletik

aufgelöst

1950

Turnen / Gymnastik

SV Sachsenwerk

1950

Volleyball

aufgelöst

1951

Segeln

Segelclub Sresden Wachwitz

1958

Rudern

Dresdner Ruderverein

1963

Ski-Langlauf

Skiclub Dresden Niedersedlitz

1964

Schwimmen

aufgelöst

1981

Boxen

aufgelöst

2006

Tamburello

SV Sachsenwerk